Nachhaltige Werbung

Nachhaltige Werbung? Ja, natürlich!

Ich bin gerade dabei meine neue Website www.wildpeppermint-design.de mit Leben zu füllen. Wer meinen Blog abonniert hat, kann sich vielleicht an den Beitrag zu meinem Neuauftritt erinnern, dass ich keine Romane mehr auf meiner neuen Website haben möchte. Gar nicht so einfach, sich von alten Zöpfen zu trennen, sich mehr zu konzentrieren, zu fokussieren, kurz und knackig zu schreiben. Und so habe ich mich für Text-Recycling entschlossen. Denn, warum nicht Texte, die ich immer noch gut und wichtig finde an anderer Stelle, hier im Blog, festzuhalten? Gedacht, getan. Den Anfang macht …

„Was Nachhaltigkeit für mich bedeutet?“

Respektvoller Umgang mit allen Ressourcen, Langlebigkeit, geringstmögliche Belastung der Umwelt. Auf allen Ebenen des Geschäftslebens.

Nachhaltige Werbung ist für mich kein Lippenbekenntnis, kein Trend auf den ich aufgesprungen bin, es ist mir wichtig, meinen Teil für eine bessere Umwelt beizutragen – auch und gerade im Geschäftsleben. Ein Vorbild sein.

Sicher werden mir einige entgegnen, nachhaltige, umweltfreundliche Werbung sei unmöglich. Jegliche Form von Werbung verbraucht (unnötige, zusätzliche) Ressourcen und ist per se überflüssig. Im Prinzip ist das richtig. Allerdings, unsere Gesellschaft ohne Werbung? Kaum vorstellbar, oder? Zumal Werbung nicht ausschließlich zum Verkauf von Produkten und Dienstleistungen dient. Auch Kooperationspartner, Investoren oder Mitarbeiter werden bzw. müssen „beworben“ werden.

Nachhaltige Werbung heißt für mich …

… so nachhaltig und umweltfreundlich wie möglich zu arbeiten (Stichwort: Grünes Büro), damit ist Ihre Werbung schon ein erstes Stück nachhaltiger.

… umwelt- und ressourcenschonende Medien- und Werbemittelproduktion (Wahl der richtigen Werbemittel und Auflagen von Printprodukten, Verwendung von Recyclingmaterialien, FSC, Ökofarben, klimaneutrales Drucken, möglichst kurze Transportwege usw.)

… zeitgemäße und zielgruppengerechte Kommunikation (Design & Text): (Werbe-)botschaften, die ankommen, umweltfreundliche Dienstleistungen und Produkte ehrlich und authentisch vermitteln (kein Greenwashing!) und nachhaltig, also möglichst lange, in guter Erinnerung bleiben.

Deshalb: Werbung ja, aber bitte nachhaltig! 

Und, welchen Vorteil hat nachhaltige Werbung für Sie? Das gute Gefühl etwas Gutes für unsere Umwelt getan zu haben und die nachhaltige Freude am Erfolg mit Ihren Produkten bzw. Ihrer Dienstleistung.

Zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie sich für die Umwelt einsetzen und auch bei Ihrer Werbung auf Nachhaltigkeit achten. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Mein Tipp: Bereits der Druck Ihrer Werbung auf Umweltpapier ist ein erster, einfacher Schritt. Mit Öko-Siegeln auch leicht zu kommunizieren. Nachhaltige Werbung ist gut für die Umwelt und Ihr Image!

nachhaltiges Grafikdesign

Umweltpakete: Design und Druck

Anlässlich meines 10-jährigen Jubiläums werde ich bis Dezember 2013 div. Umweltpakete mit „Klassikern“ der Printwerbung schnüren. Den Anfang machen nachhaltige Flyer. Ab sofort bis zum 28. Februar gibt es das UmweltpaketEcoFlyer“ …

Layout: Heidrun Lutz | http://www.4plus-marketingservice.de

1. Nachhaltiges Design (was ist das?)
Briefing/Abstimmung per Mail/Telefon,
1 Entwurf, incl. 3 Korrekturläufe,
Erstellung einer druckfähigen PDF-Datei

2. Umweltfreundlicher Druck*
1.000 Flyer, DIN lang, hoch oder quer (offen: 297 x 210 mm)
Wickelfalz, 6-seitig. 4/4-farbig (oder weniger),
Papier: 170g/qm Recycling Offset
(ausgezeichnet mit dem Umweltzeichen Blauer Engel)

3. Versand per GoGreen

Komplett: 529,00 € zzgl. MwSt.

Mehr Infos, Fragen, Wünsche zum Format usw. bitte per Mail an mich: h.lutz[at]4plus-marketingservice.de                                                                                                    
*Bei den Druckfarben wird weitestgehend auf mineralölhaltige Bestandteile verzichtet, sie werden ersetzt durch Zutaten auf Basis nachwachsender Rohstoffe, Strom aus erneuerbaren Energien, unvermeidbare CO2-Emissionen, die im Druckprozess entstehen, werden durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensiert.
nachhaltiges Grafikdesign

Nachhaltige Werbung ist mehr als umweltfreundlicher Druck

Natürlich freue ich mich, wenn ich meine Kunden davon überzeugen kann, ihre Printmedien umweltfreundlich drucken zu lassen. Schließlich ist es besser für die Umwelt – und das Image. Zumal viele Druckwerke heute kaum noch teurer sind als konventionelle. Jedoch auch im Druckbereich gilt es, genau hinzuschauen. Denn genau wie Supermarkt-Bio-Produkte gibt es auch Unterschiede bei Umweltdruckereien. Manche bieten „nur“ Umweltpapiere an, drucken aber mit Mineralölfarben. Andere bieten „echte“ Nachhaltigkeit. Vom Umweltpapier, über Klimaneutrales Drucken, Abwasseraufbereitung/Wasserkreislauf, Öko-Farben, faire Bezahlung der Mitarbeiter, eigene Energieerzeugung usw.

Aber: umweltfreundlicher Druck von Werbemedien ist nur ein Baustein in der nachhaltigen Werbung.

Für mich als Grafikdesignerin gehört zur nachhaltigen Werbung auch bereits der erste Schritt, die Entwicklung eines Werbemittels, wie z.B. Visitenkarten. Es sind Fragen zu beantworten wie: Was passt zum Kunden? Welches zentrale Element der Wiedererkennung (es muss nicht immer das Logo sein) ist ideal? Was soll z.B. die Visitenkarte vermitteln? Dazu gehört auch die Wahl des Papiers, die Haptik (die meiner Meinung nach leider viel zu oft eine untergeordnete Rolle spielt), die Farbe, Format, besondere Merkmale wie erhabene Stellen, Ausstanzungen usw.

Bestenfalls sollte eine Visitenkarte einen Mehrwert bieten, Einzigartig sein, Qualität vermitteln, Emotionen wecken.

Sicher, solche Extras wie Spezialpapiere und Sonderformen etc. sind nicht gerade billig, aber ich meine lieber ein paar Euro mehr investieren und dafür weniger Karten produzieren lassen. Denn 1000 Visitenkarten die aussehen wie 1000 andere auch, die dann nicht selten in großen Mengen im Müll landen, weil gar nicht so viele verteilt werden können, davon hat niemand etwas. Nachhaltig ist das in keinem Fall.

Und, überlegen Sie einmal: Was wertschätzen Sie mehr: eine ausgefallene, einzigartige Visitenkarte oder eine 08/15-Karte? Welche werden Sie selber lieber an Ihre Interessenten geben bzw. welche überreichten behalten?

Denn wer seine Werbung gerne und mit Wertschätzung weitergibt, wird dieses Gefühl auch beim Empfänger erzeugen. Glauben Sie mir, das ist wirklich so 🙂

Tipp: Lesen Sie auch meinen Beitrag „Visitenkarten: Auffällig, Anders, Nachhaltig„.

Umfragen

Umfrage: Was verstehen Sie unter nachhaltiger Werbung?

Nachhaltigkeit allgemein bedeutet für mich: Respektvoller Umgang mit allen Ressourcen, Langlebigkeit, geringstmögliche Belastung der Umwelt und soweit möglich Wiederverwertbarkeit.

Sicher werden mir einige entgegnen, nachhaltige, umweltfreundliche Werbung ist unmöglich. Jegliche Form von Werbung verbraucht zusätzliche Ressourcen und ist per se überflüssig. Im Prinzip ist das sicher richtig. Allerdings, unsere Gesellschaft ohne Werbung? Kaum vorstellbar, oder? Zumal Werbung nicht ausschließlich zum Verkauf von Produkten und Dienstleistungen dient. Auch Kooperationspartner, Investoren oder Mitarbeiter werden bzw. müssen „beworben“ werden. Deshalb: Werbung ja, aber bitte nachhaltig!

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.


Die Umfrage findet  vom 14.08. bis 21.08.2012 statt. Die Ergebnisse werden wie immer hier in meinem Blog veröffentlicht. Und die Umfrage ist natürlich anonym.

PS: Link-Tipp zum Thema „Grünes-Büro“

nachhaltiges Grafikdesign

EcoDesign: Gehört „Cradle to Cradle“ die Zukunft?

Und, ist Nachhaltigkeit Umweltzerstörung?

Durch einen interessanten Beitrag in der PAGE Unsustain! Transform!“ darauf aufmerksam geworden, meine Sichtweise dazu.

Nachhaltigkeit alleine ist sicher keine Lösung. Denn sie zielt „nur“ darauf ab, umweltfreundliche Produkte herzustellen, faire Arbeitsbedingungen zu bieten, die Umwelt möglichst wenig zu beeinflussen usw. Bedenkt man, dass die Welt-
bevölkerung wächst und wächst und immer mehr Menschen immer mehr wollen. Was nützt es dann, wenn immer mehr Produkte zwar nachhaltig (wie auch immer man es genau definiert) hergestellt, aber die Ressourcen immer schneller aufgebraucht werden?

So gesehen, ist die Aussage „Nachhaltigkeit ist Umweltzerstörung“ durchaus angemessen.

Das „Cradle-to-Cradle-Prinzip“ (deutsch: Von der Wiege zur Wiege) dagegen, bietet die Chance, dass unser Planet lebenswert bleibt. (s. a. epea-hamburg.org)

Einfach ausgedrückt heißt Cradle-to-Cradle, dass es keinen Abfall gibt. Egal welches Produkt hergestellt wird, es bleibt im Kreislauf. Die Produkte werden so gestaltet, dass sämtliche eingesetzte Materialien entweder in ihre Bestandteile zerlegt und wiederverwertet werden können. In den biologischen oder technischen Kreislauf zurückgeführt werden können. Auf diese Weise ist eine nahezu 100%ige Rückgewinnung möglich. Es werden praktisch keine neuen Rohstoffe benötigt.

Um dieses Prinzip umzusetzen sind auch Produktdesigner gefragt, innovative Ideen zu entwickeln und so quasi das neue EcoDesign zu etablieren. So hat der Designer die Möglichkeit einen bedeutenden Beitrag sowohl in Sachen Ökonomie als auch zur Ökologie beizutragen.

Durch entsprechende Gestaltung kann dem Verbraucher eine Alternative geboten werden. Statt wie bisher Dinge einfach zu verbrauchen und sie dann weg zu werfen, kann er sie im Grunde gebrauchen so lange er möchte und dann in den Materialkreislauf zurückgeben, damit wieder neues draus entsteht.

Da die Rohstoffe im Kreislauf bleiben und immer wieder verwendet werden, senkt dies natürlich die Produktionskosten und dies wiederum beeinflusst die Preise positiv. Hersteller und Verbraucher profitieren also beide und die Natur sowieso.

Der Glaube, der sich ja immer noch hartnäckig hält, das Ökologie teuer ist, ist ein Irrtum. Dafür gibt es genug Beispiele. Denn meist ausgeblendet werden die Kosten, die die Umweltzerstörung, die Ausbeutung der Rohstoffe usw. nach sich zieht. Kluges, vorausschauendes Wirtschaften rechnet sich, für alle.

Ein einfaches Beispiel, das Öko eben nicht teuer ist bzw. sein muss: Der konventionelle Milchbauer bringt seine Kühe mit Hochleistungs-Kraftfutter (dass er zukaufen muss) und die Kühe nur schlecht vertragen, zu unnatürlichen Milchleistungen. Die Folge, immer mehr Kühe bekommen gesundheitliche Probleme, die Tierarztkosten nach sich ziehen. Und, die Kühe werden selten älter als fünf Jahre.

Der Bio-Bauer hingegen füttert mit Gras und Heu, hat zwar pro Jahr weniger Milchleistung, aber seine Kühe werden deutlich älter und sind weniger krank und „glücklicher“ sind sie sicher auch. Unter dem Strich hat die Bio-Kuh über die längere Lebensdauer mehr Milch produziert und der Bio-Bauer steht besser da. So viel zum Thema Öko ist unwirtschaftlich.

Mein Fazit: Cradle-to-Cradle gehört die Zukunft. Unternehmen, die danach wirtschaften und handeln, werden sicher in Zukunft „normale“ nachhaltig arbeitende Unternehmen als halbherzig dastehen lassen. Also auch ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Zum Schluss, beispielhaft ein deutsches Unternehmen, dass zumindest schon Produkte (Bio-Baumwoll-Shirts) nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip anbietet: TRIGEMA.

Bei Textilien bedeutet Cradle-to-Cradle übrigens, dass das Textil am Ende des Lebenszyklus zu einem neuen Kleidungsstück oder Accessoire verarbeitet wird und so einen Neuanfang bekommt.