Nachhaltige Werbung, nachhaltiges Grafikdesign

Nachhaltigkeit visualisieren

Gängige und besonders wirksame Mittel sind natürlich entsprechende Bilder(welten), keine Frage. Denn es wird wohl nahezu jeder, der ein Sonnenblumenfeld, frisches Grün, weite, natürliche Landschaften, bunt blühende Wiesen, klare Flüsse, Windräder, Sonnenkollektoren und ähnliches sieht als erstes an etwas „grünes“ denken.

Schmetterling, Natur, Umwelt, nachhaltigkeit, artenvielfalt

Andererseits geht es ja gerade in der Werbung darum, sich von seinen Mitbewerbern abzuheben. Also eine echte Herausforderung passende, andere Motive zu finden, die einerseits Nachhaltigkeit vermitteln und gleichzeitig anders als die „üblichen Verdächtigen“ sind. Da dies aber nicht immer so möglich ist, wie man es sich wünscht, sind andere, weitere Gestaltungsmittel gefragt.

Zum Beispiel individuelle Illustrationen. Sie liegen im Trend und bieten meist mehr Gestaltungsfreiraum als eine Fotografie, zumal der jeweilige Künstler/Designer so noch mehr seinen eigenen Stil einbringen kann. Oder auch Kombinationen aus beiden Medien.

Aber halt! Nicht nur Bilder sind in der Lage Nachhaltigkeit zu visualisieren. Die Farbwahl des zu gestaltenden Objektes/Mediums ist natürlich ebenso wichtig. Und, es muss nicht immer Grün sein. ORANGE ist das neue Grün, schrieb ich kürzlich, da mir auffiel, dass „grüne“ Unternehmen immer öfter Orange einsetzen.  Auch Gestaltung und Wortwahl der Headline ist ein Mittel, um Nachhaltigkeit zu visualisieren. Die Botschaft muss zu den Bildern stimmig sein, den nachhaltigen Aspekt unterstreichen.

Noch einen Schritt weiter gedacht: Die Bild- und Textsprache (vor allem der informative Teil) sollte in der Lage sein, Vertrauen zu schaffen, Ehrlichkeit und Authentizität vermitteln zu können. Nur so wird Nachhaltigkeit erfahrbar und nachvollziehbar, kommt bei der Zielgruppe an.

Nachhaltiges Design, Natur, Rapa NuiGeht es um gedruckte Werbung, gibt es eine weitere Möglichkeit Nachhaltigkeit zu vermitteln: Die richtige Wahl des Papiers. Am besten Recyclingpapier, dem man noch ansieht, dass es recycelt wurde, brauner Karton oder braunes Kraftpapier vermitteln ebenfalls Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein sehr gut. Denn was oft vergessen wird, auch über die Papierwahl und die Haptik lässt sich Nachhaltigkeit visualisieren und stärkt das nachhaltige Gesamtbild.

Zur Inspiration: Klarheit, Einfachheit, Reduktion, Recycling, Langlebigkeit,  Natürlichkeit … Weiterhin: Elemente, die Handarbeit vermitteln (Faltungen, handgeschriebene Elemente, Stempel usw.), Wertigkeit, Hochwertigkeit.

In Sachen Typografie finde ich besonders schön und passend: klare Linien, einfache, moderne Schriften, gerne in Kombination mit Schriften im Handschrift-Stil.  Ganz besonders schön finde ich eigens entwickelte Handschriften.

Mehr Inspiration …

Einige schöne Design-Beispiele gibt es auf meinem Pinterestboard „Design
Mein Artikel  „… beste nachhaltige Motiv …“
Hier ein Video, das zeigt wie vielfältig die Menschen Nachhaltigkeit sehen und darstellen: www.zukunftsraum.at
Und zur „grünen“ Typografie hier ein interessanter Beitrag: www.nachhaltigkeitsblock.de

 >> Tipp: In Kürze lesen sie „Starkes Grafik Design mit kleinem Budget, das gleichzeitig die Umwelt schont.“ <<

Druck & Papier

Passt das? Naturpapier für hochwertige Produkte …

… aber ja! Es kursiert ja immer noch das Vorurteil, dass hochwertige Produkte aus dem Luxus- und/oder Modebereich oder auch Technikbereich nicht auf Naturpapieren gedruckt werden können.  Das würde nicht passen. Das sehe ich nicht so. Auch Markenartikler wie Bogner, Strenesse oder Audi sind ebenfalls dieser Meinung.

Auch mit Naturpapieren lässt sich Hochwertigkeit gut vermitteln, passt auch zu Mode und Technik. Durch umweltfreundliche Veredlungen wie Stanzungen, Prägungen und andere Mittel bieten Naturpapiere durch ihre besondere Haptik viele Gestaltungsmöglichkeiten. Zumal man sich so auch wunderbar von der Konkurrenz abheben kann.

Der Vorteil von Naturpapier liegt klar im haptischen Gefühl, in der haptischen Erfahrung. Es lassen sich damit Emotionen und Botschaften unterstreichen bzw. vermitteln.

Naturpapier ist ungestrichenes Papier. Es hat eine eher rauhe Oberfläche. Man kann mit den Fingern die Fasern spüren. Auch nimmt Naturpapier Farbe und Licht anders auf, es ist saugender und es ergibt sich ein anderes Erscheinungsbild.

Diese Visitenkarten, Flyer und Werbepostkarten wurden komplett auf ungestrichenem Naturpapier (Recyclingpapier von 170 bis 350 g/qm) gedruckt …

Layout: Heidrun Lutz | http://www.4plus-marketingservice.de

Mehr zur technischen Seite von Naturpapieren lesen Sie hier weiter … 

PS: Auch für Weihnachtskarten sind Naturpapiere bei bestimmten Motiven eine gute Wahl, zum Beispiel …

nachhaltiges Grafikdesign

Nachhaltige Werbung ist mehr als umweltfreundlicher Druck

Natürlich freue ich mich, wenn ich meine Kunden davon überzeugen kann, ihre Printmedien umweltfreundlich drucken zu lassen. Schließlich ist es besser für die Umwelt – und das Image. Zumal viele Druckwerke heute kaum noch teurer sind als konventionelle. Jedoch auch im Druckbereich gilt es, genau hinzuschauen. Denn genau wie Supermarkt-Bio-Produkte gibt es auch Unterschiede bei Umweltdruckereien. Manche bieten „nur“ Umweltpapiere an, drucken aber mit Mineralölfarben. Andere bieten „echte“ Nachhaltigkeit. Vom Umweltpapier, über Klimaneutrales Drucken, Abwasseraufbereitung/Wasserkreislauf, Öko-Farben, faire Bezahlung der Mitarbeiter, eigene Energieerzeugung usw.

Aber: umweltfreundlicher Druck von Werbemedien ist nur ein Baustein in der nachhaltigen Werbung.

Für mich als Grafikdesignerin gehört zur nachhaltigen Werbung auch bereits der erste Schritt, die Entwicklung eines Werbemittels, wie z.B. Visitenkarten. Es sind Fragen zu beantworten wie: Was passt zum Kunden? Welches zentrale Element der Wiedererkennung (es muss nicht immer das Logo sein) ist ideal? Was soll z.B. die Visitenkarte vermitteln? Dazu gehört auch die Wahl des Papiers, die Haptik (die meiner Meinung nach leider viel zu oft eine untergeordnete Rolle spielt), die Farbe, Format, besondere Merkmale wie erhabene Stellen, Ausstanzungen usw.

Bestenfalls sollte eine Visitenkarte einen Mehrwert bieten, Einzigartig sein, Qualität vermitteln, Emotionen wecken.

Sicher, solche Extras wie Spezialpapiere und Sonderformen etc. sind nicht gerade billig, aber ich meine lieber ein paar Euro mehr investieren und dafür weniger Karten produzieren lassen. Denn 1000 Visitenkarten die aussehen wie 1000 andere auch, die dann nicht selten in großen Mengen im Müll landen, weil gar nicht so viele verteilt werden können, davon hat niemand etwas. Nachhaltig ist das in keinem Fall.

Und, überlegen Sie einmal: Was wertschätzen Sie mehr: eine ausgefallene, einzigartige Visitenkarte oder eine 08/15-Karte? Welche werden Sie selber lieber an Ihre Interessenten geben bzw. welche überreichten behalten?

Denn wer seine Werbung gerne und mit Wertschätzung weitergibt, wird dieses Gefühl auch beim Empfänger erzeugen. Glauben Sie mir, das ist wirklich so 🙂

Tipp: Lesen Sie auch meinen Beitrag „Visitenkarten: Auffällig, Anders, Nachhaltig„.

Umweltfreundliche Grußkarten, Weihnachten

Ideen für Weihnachtskarten

Wenn ich die Kataloge der Verlage für Kunden-Weihnachtskarten durchschaue, in Geschäften stöbere, auch zur Inspiration für meine Weihnachtskarten, finde ich zwar viele schöne Kartenmotive, aber der größte Teil ist sehr ähnlich und damit austauschbar. Aber das möchte wohl niemand, austauschbar sein, oder?!

Nun sind wir nicht davor gefeit, auch ich natürlich nicht, dass was wir irgendwann, irgendwo gesehen haben komplett aus unserem Hirn einfach verbannen können. So kommt es, dass sich viele Motive ähneln. Muss aber nicht.

(c) heidrun lutz | http://www.4plus-marketingservice.de

Ein paar Denkanstöße für andere Weihnachtskarten

Format: Es muss nicht immer DIN lang oder DIN A6 sein. Wie wär‘s mal quadratisch oder rund? Oder eine individuelle, gestanzte Form?

Material: Statt bedrucktem Papier, wie wäre es mit einem naturbraunen Papier? Recyclinggraues oder strukturiertes Papier. Farbiges Papier mit Einschlüssen von Pflanzenteilen oder Samen. Handgeschöpftes Papier. Bambus- oder Hanfpapier. Papier aus Schafwolle, ja auch das gibt es. Oder Postkarten aus Holz. Gibt es in div. Varianten und Holzarten. Oder Papier, das wie Holz anmutet.

Haptik: Prägungen, Ausstanzungen, in Kombination mit schönen, hochwertigen Papieren (oder Holz): sehr edel.

Farbe: Warum immer Grün und Rot? Gut, es sind die Klassiker. Aber warum nicht dezente Beige- und Brauntöne in Kombination mit Weiß oder auch Schwarz? Wirkt auch sehr edel. Oder poppig bunt kann auch sehr schön und anders sein, und natürlich jede andere Farbe. Ganz nach Vorliebe oder passend zum Corporate Design, also in den Hausfarben.

Handmade: Zumindest bei kleineren Auflagen ist eine händisch gestaltete Karte eine schöne Alternative. Zum Beispiel im Scrapbooking-Look oder mit Weihnachtsmotiven bestempelt. Auch größere Auflagen sind möglich, sie könnten zum Beispiel von einer sozialen Einrichtung produziert werden. So tun sie gleichzeitig Gutes.

Stil: Klassische Fotos mit Winterlandschaften, Weihnachtsbäumen & Co. sind zwar hübsch, aber leider eben austauschbar. Wenn man es mag und es zum Unternehmen passt, können „schräge“ Weihnachtsmotive eine interessante Alternative sein  (z. B. ungewöhnliche Aufnahmewinkel, Farben usw.). Am meisten Spielraum bietet jedoch die individuelle grafische Gestaltung. Im Prinzip ist alles möglich. Minimal im Zen-Look, als Comic oder auch die Themen Frieden/Umwelt als Weihnachtsmotiv sind denkbar. Oder Kombinationen aus Fotos, Grafiken, Material, Farbe usw. bieten unendlich viele Möglichkeiten.

Adventskalender-Karten.

BeigabenKleine Aufmerksamkeiten wie ein Tütchen mit Tee, Glühweingewürz, kleine Schoki, Samen, Nüsse, ein eigenes Produkt usw. oder den Hinweis für ein soziales oder Umwelt-Projekt, das sie unterstützen.

Last but not least: Das Außen, die Gestaltung der Briefumschläge passend zur Weihnachtskarte oder transparente Umschläge machen die Weihnachtspost „rund“.

Habe ich Sie neugierig gemacht? Interesse an individuellen, anderen Weihnachtskarten, dann freue ich mich auf Ihre eMail an:
h.lutz [at] 4plus-marketingservice.de

Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Papier – alltäglich und doch etwas Besonderes

Heute möchte ich Ihnen einige Informationen zum Thema Papier geben.

Vor rund 2000 Jahren wurde das Papier in China erfunden (Papier ist eine Ablei-
tung von dem Wort Papyrus, der Vorläufer des Papiers und bereits ca. 3.500 Jahre v.Chr. in Ägypten verwendet). Von dem ersten handgeschöpften Papier bis zu der heutigen Verwendung war es langer Weg. Heute ist Papier aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Es begegnet uns überall. Als Zeitung, Karton, Hygienepapiere, Geschenkpapier, Buch, Verpackung, Geldschein, Tapete, Post-
karte, Poster und natürlich auch als Flyer, Katalog oder Broschüre, Visitenkarte oder Briefpapier. Und das meiste davon landet recht schnell im Müll. Ein Wegwerf-
artikel also.

Papier ist ein echtes Multitalent. Es lässt sich auf unterschiedlichste Weise veredeln und beschichten oder sogar zu Bettgestellen verarbeiten (aus Wellpappe). Oder man denke nur an die vielen schönen grafischen Papiere für Visitenkarten und andere besondere Druckwerke.

Lesetipp im Web: Die „Kleine Papiergeschichte“

Der Nachteil: Wir wertschätzen Papier zu wenig und so wird aus meiner Sicht zu viel verwendet und damit verschwendet. Dennoch müssen wir uns (noch) keine allzu großen Sorgen um unser beliebtes Material machen. Vorausgesetzt, wir gehen in Zukunft etwas sorgsamer mit der Verwendung um, kaufen (mehr) Recyclingpapiere oder FSC-zertifizierte Papiere aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Einige interessante Fakten sowie Vorurteile und Wahrheiten zum Papier finden Sie hier …

Im Rahmen meiner Arbeit berate ich natürlich auch in Sachen Papier und biete Ihnen gerne Alternativen zum „konventionellen“ Papier an. Es gibt  längst eine große Auswahl an Recycling- und FSC-Papieren, die auch Ihren Wünschen und Ansprüchen gerecht werden.

Tipp: Lesen auch meine anderen Beiträge zum Thema Papier. Einfach Such-
funktion oben rechts nutzen.