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Jahresrückblick 2011 – Jahresausblick 2012

Zuerst einmal wünsche ich allen Kunden, Lesern, Geschäftspartnern und Freunden ein wunderbares Weihnachtsfest.

(c) layout: www.4plus-marketingservice.de | heidrun lutz2011 war in vielerlei Hinsicht ein ereignisreiches und interessantes Jahr, auch für mich.

Es begann recht zaghaft, im Frühjahr nahm es mächtig Fahrt auf und hielt bis zum Herbst durch. Viele schöne Projekte liefen durch meine Werkstatt, zufriedene Kunden, neue Kooperationspartner erweiterten mein Angebot, einige Ideen konnten umgesetzt werden und meine XING-Gruppe „Nachhaltige Werbung“ konnte viele neue Mitglieder gewinnen. Kurz vor Jahresende gab es noch mal eine kleine Verschnaufpause und in den letzten Wochen noch mal richtig Gas.

Alles in Allem ein gutes Jahr. Ich bin zufrieden und sage auch an dieser Stelle noch einmal DANKE an alle Kunden, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben!

Besonders gefreut hat mich, dass immer mehr Kunden Wert auf eine nachhaltige Medienproduktion legen. So habe ich in diesem Jahr rund 70 Prozent der Werbemittel auf Recycling- oder FSC-Papier drucken lassen können – 2010 waren es gerade mal um die 25 Prozent –  und immerhin auch einen guten Anteil davon klimaneutral und mit Ökofarben. Leider scheitert eine 100%ige umweltfreundliche Medienproduktion meist (noch) an den etwas höheren Kosten.

Meine Teilnahme an der Kampagne „Jetzt umstellen“ auf Recyclingpapier wurde positiv aufgenommen und inspirierte zudem einige Menschen auch mehr auf Recyclingpapier zu setzen oder sogar ganz umzustellen, so wie ich. – Ich drucke ausschließlich auf Recyclingpapier und auch nur dann, wenn es sein muss mit dem Tintensparprogramm „preton Saver.

Sehr gefreut habe ich mich auch, dass ich einen Beitrag zur Kampagne „Das Jahr der Wälder“ leisten konnte, das ja nun auch zu Ende geht: Die Gestaltung eines Pro Bono Flyers, eine kleine Fotoserie und die Gründung der Facebook-Gruppe „Ökosystem Wald“, die ich selbstverständlich auch 2012 weiterführen werde (neue interessierte Mitglieder sind herzlich willkommen).

Ausblick 2012 und meine Wünsche

Es gibt noch viel zu tun, was nachhaltige Werbung angeht. Das Umweltbe-
wusstsein, die Verantwortung von Unternehmern für unsere Erde muss weitergehen. Gerade auch Kleinbetriebe können viel mehr tun, als sie denken. Dabei ist umweltfreundliches Handeln (z .B. Stichwort Grünes Büro) und Produzieren gar nicht immer teurer. Manches Mal sogar kostensparender!

Für meinen Geschmack noch zu oft begegnet mir Gleichgültigkeit gegenüber unserer Natur. Was nützen immer größere Umsätze, wenn es auf Kosten der Natur und der Menschen geht? Bio UND Fair (Link-Tipp: www.biofair-vereint.de) muss es in Zukunft heißen. Bio alleine ist zwar gut, aber der Mensch darf darüber nicht vergessen werden. Gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlungen gehören ebenso dazu. Auch in Deutschland!

Erst gestern habe ich gehört, dass es in Deutschland mittlerweile rund 12 Millionen Menschen gibt, die als Arm gelten. Erschreckend. Auch Bio-Siegel, FSC-Siegel & Co. müssen noch besser kontrolliert werden, leider gab es auch 2011 immer mal wieder schwarze Schafe, die enttarnt wurden. Von den vielen anderen Skandalen und Tricksereien z. B. der Lebensmittelindustrie (Link-Tipp: www.foodwatch.de) will ich jetzt gar nicht erst anfangen.

Ich persönlich wünsche mir zudem mehr Kunden, denen die Umwelt wichtig ist und die auch in der Werbung auf Nachhaltigkeit achten.

In diesem Sinne, wünsche ich allen ein
nachhaltiges, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

 

Nachhaltige Werbung

Neue Kampagne: Bio & Fair vereint

Die Kampagne will mit dem Slogan „BIO ohne FAIR ist wie ICH ohne DICH“ das Ziel erreichen, Verbrauchern die Bedeutung von heimischen Bio & Fair-Lebens­mitteln näher zu bringen. In Videos, Podcasts und anschaulichen Texten soll das Thema und die Bedeutung von Bio & Fair vermittelt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen:

• Was bedeutet bio, regional und fair?
• Warum ist es wichtig, soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen?
• Wie entsteht ein Bio-Lebensmittel?

Mehr zur Kampagne „Bio & Fair“

Ich finde es wichtig und richtig, dass man beide Aspekte der Nachhaltigkeit zusammenführt und auch als „Gesamtpaket“ vermittelt. Bleibt abzuwarten wie sich die Kampagne entwickelt und wie sie von den Verbrauchern angenommen wird.

Lesen Sie auch meinen Beitrag zum Thema: Ist „nur“ Bio noch zeitgemäß?

Druck & Papier, Grünes Büro, Mein Engagement

Kampagne „Jetzt umstellen auf Recyclingpapier“ erfolgreich

Die Initiative Pro Recyclingpapier hat im Rahmen der Veranstaltung des Clean Tech Media Awards am 16. September in Hamburg, die Kampagne „Jetzt umstellen auf Recyclingpapier“ mit einem ungewöhnlichen Exponat präsentiert …

Im Mittelpunkt der Kampagne stand „Das Jahr der Wälder“ und der Beitrag der über 70 teilnehmenden Unternehmen zur Ressourcenschonung durch die Um-
stellung auf Recyclingpapier. Auch ich (s.  Logo oben links) habe bei der Kam-
pagne mitgemacht und nun komplett auf Recyclingpapier umgestellt. Zwar ist
mein Verbrauch an Papier relativ gering, jedoch meine ich jeder Beitrag zählt.

Natürlich wäre es schön, wenn mehr Unternehmen an der Kampagne teilnehmen würden. Noch ist es Zeit, die Kampagne läuft bis Ende des Jahres. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich die Kampagne auch unter Kleinunternehmern und Mittel-
ständlern herumspricht. Denn bisher haben sich vor allem Großunternehmen an der Aktion beteiligt.

Mitmachen, wichtige Ressourcen schonen und Flagge zeigen. Schließlich ist es auch gut für’s Image, wenn Sie an unsere Umwelt denken und entsprechend handeln. Also: Gerne auch weitersagen!

Mehr Infos unter: www.jetztumstellen.de

Marketing & Vermarktung, Nachhaltige Werbung

Biologische Vielfalt: Wichtig auch im Tourismus

Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus der größte Flächen- und Landschafts-
verbraucher. Das ist seit vielen Jahren bekannt. Viele Flächen sind bereits stark beeinträchtigt oder sogar ganz zerstört worden durch den Bau von Hotelanlagen, Golfplätzen, Skipisten und div. anderen Anlagen. Es gibt leider weltweit viele, viel zu viele, traurige Beispiele, wo wichtige Lebensräume mit all ihren Schätzen bereits verloren gegangen sind.

Dass immer mehr Urlaubern nicht nur div. bereits bekannte Umweltstandards wichtig sind, sondern auch die Arten-
vielfalt, belegt z.B. eine 2010 von TUI durchgeführte Studie zum Thema Nach-
haltigkeit.

Urlauber wollen Vielfalt

Danach befragt, was den Urlaubern am wichtigsten ist, rangiert an erster Stelle das Thema Verschmutzung, an zweiter Stelle folgt bereits das Thema Arten-
vielfalt, sogar noch knapp vor dem Thema Klima(wandel). Also, ein nicht zu unterschätzender Faktor – auch für den Erfolg eines Tourismus-Unternehmens.

Unternehmen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, sollten auch die Artenvielfalt ins Umweltportfolio aufnehmen. Das geht ganz einfach, in dem man den Biodiversitäts-Check von der European Business & Biodiversity Campaign macht.

Lesetipp: „Sag mir wo die Blumen sind – Tourismus und biologische Vielfalt“ – Ein interessanter Bericht bei  forum Nachhaltig Wirtschaften.

Eine Bitte: Ich möchte gerne in lockerer Folge Tourismus-Unternehmen (gerne auch andere Unternehmen) in meinem Blog vorstellen, die das Thema Artenvielfalt bereits berücksichtigen. Daher meine Frage: Wer kennt solche Unternehmen

Zum Schluss noch eine beieindruckende Zahl: Lt. dem TEEB-Report entsteht alleine durch den Verlust der Wälder jährlich ein wirtschaftlicher Schaden von etwa 3,1 Billionen Euro!

Marketing & Vermarktung, Nachhaltige Werbung

Zeiten des Wandels: Nachhaltigkeit auch in der Werbung angekommen

Erst vor ein paar Tagen verfasste ich den Sommer-Newsletter für meine XING-
Gruppe „Nachhaltige Werbung“
unter dem Titel Zeiten des Wandels.

Nicht nur unser Klima steht im Zeichen des Wandels. So ziehen sich div. Revolu-
tionen
durch die arabischen Länder, vor allem junge Menschen in Spanien und Griechenland demonstrieren gegen die schlimmen Zustände in ihren Ländern. Es gibt Ressourcenprobleme, die dringend eine Änderung im Umgang mit den Roh-
stoffen erfordern und natürlich auch mit den jeweiligen Ländern und Menschen …

Auch hier zu Lande stehen die Zeichen auf Wandel: Wir steigen endlich aus der Atomenergie aus – und weitere Länder werden hoffentlich folgen. Die Grünen bekommen zu Recht vermehrt Zuspruch. Immer mehr Menschen gehen für Ihre Überzeugungen auf die Straße. Was sie wünschen wird so immer deutlicher. Gut so. Soll unser Planet Bestand haben und auch in Zukunft eine lebenswerte Umwelt bieten, muss sich noch so manches ändern. Auch bei den Unternehmen.

Der Erfolg eines Unter-
nehmens wird sich in Zukunft nicht mehr nur am Gewinn festmachen lassen. Mindestens ebenso bedeutend wird das umweltschonende Wirtschaften, nachhaltige Angebote und soziale Gerechtigkeit sein. Und ganz wichtig: der offene und ehrliche Austausch mit dem Verbraucher.

Der Werbung kommt so eine bedeutende Rolle für mehr Nachhaltigkeit zu. Mit neuen, zeitgemäßen Bildern und Texten, durch zielgerichtete Kommunikation können wir helfen Werte und Botschaften verständlich zu vermitteln und so das Bewusstsein der Menschen sensibilisieren. Greenwashing jedoch entlarvt der Verbraucher schnell und ist fehl am Platz.

Nachhaltige Werbung ist gut, wenn sie auffallend, natürlich, echt und authen-
tisch ist.

Da die Wahrnehmung aber trotz aller positiven Trends noch immer in den Kinderschuhen steckt, finde ich die Kampagne Love green lobenswert. Wir retten die Welt. Jeder ein bisschen. Machen wir mit.