nachhaltiges Grafikdesign

Web-Shop Relaunch: Gelungen oder nicht?

Als Kreativer ist man eigentlich ständig auf der Suche – auch ich bin da keine Ausnahme –  hält Ausschau nach neuen Ideen, schaut sich Arbeiten von „Kollegen“ an, studiert Fachzeitschriften, Bücher, holt sich Inspiration aus der Natur, aus dem Fernsehen, Internetseiten, stöbert bei Portalen wie Behance oder bei Pinterest usw.

Oder wie heute, ich öffne einen Newsletter und bin erst mal verwundert über das Design … sieht so anders aus. Hm … Irgendwie fehlt mir etwas, Der Firmenname ist mir bekannt aber alles andere wirkt sehr fremd. Habe ich den Newsletter überhaupt abonniert? Womöglich sogar Spam? Solche Gedanken kamen mir und dann habe ich die Website doch angeklickt um mehr zu sehen.

Schon seit längerem beziehe ich den Newsletter von All Bio und habe mich immer auch über das frische, natürliche und sehr positive Design gefreut, wenn ich den Newsletter geöffnet, die Website angeklickt habe. So sah die Website bisher aus …

AllBio e-shop, webshop, weblayout shop

Das Logo, die illustrierte Alpen-Landschaft, die Farben alles passte, war stimmig und hat für mich genau das vermittelt, was ich von einer regionalen Bio-Marke erwarte.

Und jetzt – seht selbst …

AllBio Webshop, e-shop, Layout Webshop

Als erstes fiel mir dazu ein: Langweilig und austauschbar. Sowohl das Logo als auch das ganze Layout der Website. Schade … Mag sein, dass die Seitenstruktur nun besser gelöst ist, wobei ich das nicht wirklich beurteilen kann, da ich die alte Seite nicht mehr zum direkten Vergleich habe, aber die ganze Seite wirkt unruhig, kleinteilig, zu viele Buttons, Logos, Siegel, zu viele kleine Bilder. Auch die Frische, das Positive der alten Seite vermisse ich. Bio, Natur wird für mich so nicht vermittelt.

So ist dieser Relaunch leider ein Beispiel, wie man es besser nicht machen sollte.  Ein gelungener Web-Shop (wurde übrigens auch erst kürzlich relauncht) sieht für mich zum Beispiel so aus: B&W Naturpflege …

B & W Naturpflege, Webshop, Layout Web-Shop Bio, Kosmetik

Frisch, luftig, übersichtlich, großzügig und zeitgemäß, gute Typo und schöne Details. Einfach gelungen! Hier macht es Spaß zu stöbern und einzukaufen – zumindest finde ich das.

Und wie seht ihr das?

> Zum Schluss noch ein Lese-Tipp: „Inspiration – Idee komm raus“ <

Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Vorsicht im Online-Handel: Erneute Änderung des Widerrufsrechtes

„Schon wieder“ – mag sich der eine oder andere jetzt denken. Denn erst im Jahr 2010 erfolgte die letzte und umfangreiche Änderung des Widerrufs­rechtes.

Internetrecht, eShopsDie erneute Überarbeitung war jedoch durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs geboten. Dieser hat fest-
gestellt (Az.: c4 89/07), dass die bisherige Regelung der Wertersatz-
vorschriften
in Deutschland teilweise gemeinschafts­rechtswidrig ist. Diese Vorschriften regeln den Wertersatz des Verbrauchers bei bestimmungsge-
mäßer Ingebrauchnahme des Kauf-
gegenstandes und sind nach Ansicht des EuGH zu weit gefasst.

Betroffene Normen der Überarbeitung sind §§ 357 Abs. 3 und 312e BGB. Diese regeln den Wertersatz seitens des Käufers bei Verschlechterung der Kaufsache durch einen, über die normale Ingebrauchnahmehinausgehenden, Gebrauch unter der Voraussetzung der Belehrung durch den Verkäufer.

Für den eCommerce bedeutet dies, dass eine rechtsfehlerhafte oder unterlassene Widerrufserklärung nicht nur, wie gehabt, eine Abmahngefahr darstellt. Vielmehr kann grundsätzlich nur dann ein etwaiger Wertersatz gefordert werden, wenn der Verbraucher über diese Rechtsfolge in Kenntnis gesetzt wird. Eine solche Infor-
mation findet sich jedoch nicht in den bisherigen Widerrufsbelehrungen.

Aktuell hat der Gesetzgeber jedoch einen Übergangszeitraum geschaffen, in dem die alte Widerrufsbelehrung verwendet werden kann. Spätestens mit Ablauf dieser Übergangsfrist am 4. Nov. 2011 ist zu befürchten, dass sich erneut spezialisierte Unternehmen auf die Suche nach rechtsfehlerhaften Widerrufsbelehrungen machen um diese abzumahnen. Dadurch entsteht ein hohes Kostenrisiko und nicht zuletzt eine nervliche Belastung.

Es ist anzuraten, die Widerrufs- und Rückgabebelehrung schon jetzt ent-
sprechend anzupassen
(verwenden Sie jedoch nicht zwei Widerrufsbelehrungen gleichzeitig!). Grundsätzlich empfiehlt sich ebenfalls eine regelmäßige Über-
prüfung der Rechtssicherheit der verwendeten Muster nebst den AGB.

Ich empfehle, sich diesbezüglich anwaltlichen Rat zu suchen.

Autor: Colin Haase | www.ra-colinhaase.de